Die Welt und Du

Werte Patientinnen, werte Patienten,

ich möchte die aktuelle weltbewegende Lage als Anlass nehmen, mich hier öffentlich zu äußern und mich mit Ihnen zu verbinden.

 

So viel ist in den letzten Wochen passiert, die Medien halten uns in jeder Sekunde unseres momentanen Lebens mit Informationen „am Ball“ und die Angst der Menschen vor einem unsichtbaren Virus steigt immer weiter.

 

Hinzu kommt, dass viele Menschen nicht wissen, wie es weiter gehen soll.

 

Wann geht die Schule weiter?, Gibt es in diesem Jahr überhaupt Prüfungen?, Kann ich mich für September bewerben?, Wie soll ich das finanziell schaffen?, Hoffentlich behalte ich meine Arbeit? Was ist, wenn wir auch krank werden oder jemanden anstecken?…und viele Fragen mehr.

 

Wir alle sind verunsichert und haben Angst.

 

Wenn wir Angst haben, dann können wir einfach nicht mehr frei und logisch denken. Angst und auch Stress ziehen bis zu 70% des Blutes aus den kognitiven Zentren des Gehirns  ab. Es wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Deswegen können wir nicht mehr klar denken. Wir sind im „Fluchtmodus“. Das Blut fließt in die Muskeln, wir spannen uns an, das Herz schlägt viel zu schnell.

Wir reagieren „kopflos“.

 

Damit Sie nicht kopflos werden und da ich als Ihre Heilpraktikerin in dieser herausfordernden Zeit für Sie da sein möchte – teile  ich mit Ihnen heute,am 29.03.2020, diese 7 wichtigen Tipps.

 

1. Nachrichten Detox!

Schauen Sie, wenn möglich, nur ein Mal am Tag in die Nachrichten. Am besten gegen Mittag, dann haben Sie genug Zeit zum Verdauen. Abends ist es ungünstig, denn da besteht die Gefahr, die Probleme in den Schlaf mit zu nehmen. Meiden Sie Gespräche, die ins Nichts führen, außer Sie haben konkrete Hilfen anzubieten. Meiden Sie grundsätzlich wertend oder verurteilend über Dinge zu reden, die Sie nicht selbst erfahren haben oder die Sie nicht persönlich gesehen haben. Nehmen Sie das Thema ernst, sehr ernst, denn mit der Gesundheit ist nicht zu spaßen. Halten Sie sich an Vorschriften seitens der Behörden. Versuchen Sie neutral und sachlich zu bleiben und bitte hinterfragen Sie grundsätzlich alles, worauf Sie nur eine einseitige Sichtweise haben.

Und fast jeder, der bei schon mir in der Praxis war, hat bestimmt die „Vier wichtigen Fragen zur emotionalen ersten Hilfe“ bekommen. Wenn nicht – bitte kontaktieren Sie mich, ich erkläre es Ihnen gerne.

 

2. Achten Sie auf Ihre Ernährung!

Reduzieren Sie den Konsum von zu viel Kohlehydraten. Vermeiden Sie Zucker. Beides schwächt die körpereigene Immunabwehr. Nehmen Sie so viel wie möglich frisches Gemüse, Obst und Nüsse zu sich. Besonders immunfördernd wirken: Thymian, Rosmarin, Ingwer, Holunderbeeren (-saft oder getrocknet), Aroniabeerensaft, Acaisaft, Beeren allgemein, Sanddornsaft, Knoblauch, Zitrone, Curcuma und alle Superfoods, sowie etliche andere Kräuter mehr.

Trinken Sie ausreichend Wasser, ihrer Körpergröße entsprechend!!!

 

3. Ausreichend Schlaf!

Ja, so einfach kann es sein. Jetzt wo so viele Menschen zu Hause sind, ist man verleitet länger auf zu bleiben.

Das Fernseh- oder Streamingprogramm kann man endlich ausgiebig nutzen.

Versuchen Sie einfach mal früher ins Bett zu gehen und anstatt sich berieseln zu lassen, mit Informationen, die man nicht wirklich braucht – lesen Sie lieber etwas Interessantes, bilden Sie sich weiter, nehmen Sie sich Zeit, viel mehr Zeit für gemeinsame Gespräche, hören Sie aufmerksam zu. Und vielleicht ist jetzt gerade endlich einmal ein günstiger Zeitpunkt, Dinge anzusprechen, wofür sonst nicht die Gelegenheit war. Trauen Sie sich!

Versuchen Sie mal eine Meditation, eine Muskelentspannung. Es gibt ausreichend Angebote im Internet. Und wenn Sie danach suchen, bedenken Sie bitte, dass es auch noch andere Suchdienste gibt, als nur den meist Gebrauchten zu benutzen. Zum Beispiel einen Suchdienst, bei dem man sogar noch etwas für die Umwelt tun kann. Jede Suche spendet einen Baum. Sie finden das, wenn es Ihnen wichtig genug  ist. Und denken Sie daran – schalten Sie Ihr Handy , Ihr Telefon und ja, auch mal das W-LAN für einige Minuten am Tag aus. Eine völlig neue Erfahrung – die Freiheit schafft. So kann der Körper und das Gehirn endlich auch mal richtig entspannen.

 

Erlauben Sie mir die Frage – was oder wer sind wir, wenn diese Dinge alle weg sind? 

 

Springen Sie am Morgen nicht gleich auf. Sollten Sie zu denjenigen gehören, die gerade „Zwangspause“ haben, dann lade ich Sie ein, doch einfach mal noch 5 Minuten liegen zu bleiben. In diesen 5 Minuten können Sie überlegen, wofür Sie eigentlich heute Morgen dankbar sind. Wofür stehen Sie heute auf?

Legen Sie ihren Fokus auf ihren Körper, spüren Sie sich! Beobachten Sie Ihre Atmung und erlauben Sie sich einfach nur mal anwesend zu sein, ohne etwas tun zu müssen. Wem das schwer fällt – Wecker stellen  und aushalten.

Und – ist es nicht phantastisch, dass Sie frei atmen können? Vieles nimmt man als zu selbstverständlich hin. Erst, wenn wir eingeschränkt werden, uns etwas fehlt, werden wir aktiv. Ich glaube – es ist an der Zeit, ein wenig mehr Dankbarkeit und Demut zu zeigen.

 

4. Bewegung!

Eine Liegestütze am Morgen? Oder auch zwei? Wenn der Körper in Bewegung ist, dann sind die Gedanken auch in Bewegung und man hängt nicht in der Angst fest. Bewegung regt die Durchblutung an, sorgt für eine besserer Sauerstoffversorgung im Körper und macht bessere Laune. Mein Lehrer Dr. Mohinder Singh Jus sagte oft: „Vor Freude haben Viren und Bakterien Angst.“. Gehen Sie bitte raus (natürlich unter Beachtung der aktuellen Vorsichtsmaßnahmen), in die Natur, mindesten 50 Minuten am Tag sollte das Ziel sein. Im Idealfall tanken Sie mindestens 10 Minuten Sonne.

Gehen Sie achtsam durch den Wald. Es gibt hinreichende Publikationen, wie gut der Aufenthalt in der Natur und vor allem im Wald uns Menschen tut. Gesundheitsfördernd in hohem Maße – gratis! Sie müssen nicht extra zur Wellness-Oase viele Kilometer fahren, um dann dort einzuchecken, sich Streß zu machen mit Koffer packen, mit Überlegungen – was Sie anziehen müssen, ob sie noch abnehmen müssen, was Andere von Ihnen denken könnten… dem Wald ist das alles egal! 

Und können Sie nicht in den Wald – öffnen Sie die Fenster, schließen Sie die Augen und nehmen Sie mehrmals am Tag tiefe Atemzüge. Auch die Stadtluft sollte sich aufgrund der Quarantäne mittlerweile verbessert haben.

 

5. Zeit zur Innenschau!

Die internationale Lage lädt uns förmlich dazu ein.

Pause machen, nachdenken, anhalten.

Wir alle waren so sehr im Außen beschäftigt. Die Natur fordert uns auf runterzufahren, ruhiger zu werden und nach innen zu schauen. Es gab im letzten Jahr so viele Naturkatastrophen, Brände in unvorstellbarem Ausmaß. Mensch, Tier, Pflanzen und die ganze Natur waren betroffen. Glauben Sie wirklich immer noch – das war doch weit weg,  das hat nichts mit mir zu tun? Die Lungen der Erde haben gebrannt und was passiert jetzt mit den Lungen der Menschen? Wo sind wir selbst mitverantwortlich. Es ist nicht nur einfach die Umwelt, die wir schützen müssen – es ist eine MITwelt – wir leben auf diesem Planeten MITEINANDER!

Nutzen Sie die Zeit um in sich zu gehen. Sehen Sie es wie eine Zwischenbilanz, zu der Sie jetzt eine Auszeit bekommen haben, um sie sorgfältig zu machen und um ihre inneren „Bücher“ zu checken. MITEINANDER erfordert MITGEFÜHL. Wo sind bei Ihnen ganz persönlich Ressourcen? Wo können Sie nicht loslassen, verzeihen? Welchen Schmerz tragen Sie schon viel zu lange mit sich? Wo ist der Stolz verletzt worden? Und wie gehen Sie eigentlich mit sich selbst um? Lernen Sie zu Verzeihen, Loszulassen, Liebe anstelle von Wut und Ärger zu platzieren. Fragen Sie sich: Was würde die Liebe sagen? Fällt Ihnen das schwer, dann suchen Sie sich bitte Hilfe im Freundes-, oder Bekanntenkreis. Gerne auch in meiner Praxis.

Unsere Kinder müssen Schulaufgaben und Hausaufgaben jeden Tag zu Hause machen. Wir fordern Disziplin dafür ein. Warum nicht auch mal an die eigenen Hausaufgaben denken? Suchen Sie sich ein schönes Heft und schreiben Sie sich folgende Fragen auf: Warum bin ich hier? Wofür bin ich auf dieser Welt? Wie habe ich mein Leben bis hierher genutzt? Wofür? Ist das schon alles oder geht da noch mehr? Und wenn es keine Begrenzungen gäbe? Was möchte ich mal noch haben, tun, erleben? Und wer möchte ich persönlich sein? Wie könnte ich die Welt im Kleinen besser machen? Was wünsche ich mir für diese Erde? Und zum Schluss setzen Sie Prioritäten, in dem Sie sich Zielerreichungsdaten hintenan schreiben. Der Weg dahin findet sich von alleine, wenn es wichtig genug ist.

Wir wurden designed, um das, was zwischen unseren Ohren sitzt zu benutzen! 

 

 6. Soziale Kontakte sind wichtiger denn je!

Und warum? Weil wir gerade gezwungen sind uns zu isolieren. Das kann auf Dauer nicht gut sein! Klar müssen wir jetzt gerade alle zu Hause bleiben, aber Kommunikation geht ja auch auf vielen anderen Wegen!

Wir sind soziale Wesen und brauchen andere Menschen, um uns zu reflektieren, um uns zu spüren, um uns selbst zu erfahren, zu wachsen und um voneinander zu lernen.

Nutzen Sie unbedingt alle technischen Kommunikationskanäle, die uns zur Verfügung stehen. In Maßen – siehe unter Punkt 3. Helfen Sie allen hilfsbedürftigen Menschen, vor allem denjenigen, die alleine wohnen und ohne Angehörige sind. Helfen Sie sich gegenseitig in der Kinderbetreuung und Unterhaltung. Auch hier kann man die neuen Medien dazu phantastisch nutzen. Zum Beispiel eine Videogruppe gründen. Jeden Abend könnte ein anderer Papa oder Mama eine Geschichte für 5-6 verschiedene Kinder vorlesen, oder man macht gemeinsam Hausaufgaben in einer Gruppe per Videochat, oder man fragt eine Lehrerin/Lehrer ob sie/er online unterrichtet oder Hilfestellungen geben kann.  Not macht erfinderisch – helfen Sie sich gegenseitig, in dem Sie sich vernetzen! Am besten gleich loslegen. 😊

 

7. Atmen Sie!

Und zwar richtig! Machen Sie sich groß, Schultern zurück, Arme ausbreiten, lächeln und tief einatmen. Dabei wölbt sich der Bauch richtig nach vorne. Am höchsten Punkt halten Sie den Atmen für einige Sekunden an, um dann ganz lang wieder auszuatmen. Dann wieder eine Pause für ein paar Sekunden und von vorne starten. Lächeln nicht vergessen!!!

 

Atem ist Leben – ohne ihn sind wir nichts. Das könnte uns helfen über die aktuelle weltweite Krise nachzudenken. Wann haben wir das letzte Mal bewusst geatmet? Durchgeatmet? 

 

Es ist höchste Zeit, dass wir alle etwas wacher, bewusster werden!

Uns Selbst, unseren Mitmenschen und unserer Natur gegenüber. 

 

MITEINANDER UND FÜREINANDER!

 

Bleiben Sie offen, für alles, was da kommen mag.

 

Gehen Sie immer vom Besten aus!

ALLES IST MÖGLICH!

 

 

BLEIBEN SIE GESUND!

Ihre Heilpraktikerin Dana Krieg